Die Hiobsbotschaften aus den Zentralen von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen überschlagen sich in dieser Woche.
Was sich in den vergangenen Monaten durch schleichende Absatzprobleme ankündigte, bricht nun wie ein Damm über der deutschen Schlüsselindustrie zusammen.
Mit dem offiziellen Einstieg von BMW in den radikalen Jobabbau ist das Trio des kollektiven Sparkurses komplett.
Ein dramatischer Einbruch des China-Geschäfts, sinkende Renditen und explodierende Kosten zwingen die Autokonzerne zu historischen Einschnitten am Standort Deutschland.

Der schwerste Schlag der Woche traf die Münchner.
Lange Zeit galt BMW im Vergleich zur Konkurrenz aus Wolfsburg und Stuttgart als stabil, doch nun musste der neue Vorstandsvorsitzende Milan Nedeljkovic die Notbremse ziehen.
Der Quartalsgewinn des Premiumherstellers brach um mehr als ein Drittel (35 Prozent) ein.
Als direkte Reaktion kündigte BMW das größte freiwillige Abfindungsprogramm seiner jüngeren Geschichte an: Weltweit sollen rund 8.000 Stellen gestrichen werden – vor allem in den Bereichen Verwaltung, IT und Entwicklung an den deutschen Standorten München, Regensburg, Dingolfing und Leipzig.
Der schwerste Schlag der Woche traf die Münchner.
Lange Zeit galt BMW im Vergleich zur Konkurrenz aus Wolfsburg und Stuttgart als stabil, doch nun musste der neue Vorstandsvorsitzende Milan Nedeljkovic die Notbremse ziehen.
Der Quartalsgewinn des Premiumherstellers brach um mehr als ein Drittel (35 Prozent) ein.
Als direkte Reaktion kündigte BMW das größte freiwillige Abfindungsprogramm seiner jüngeren Geschichte an: Weltweit sollen rund 8.000 Stellen gestrichen werden – vor allem in den Bereichen Verwaltung, IT und Entwicklung an den deutschen Standorten München, Regensburg, Dingolfing und Leipzig.
Bei Mercedes-Benz zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Dem Konzern gelang es durch ein extrem hartes Sparprogramm namens „Next Level Performance“ – dem bereits über 5.000 Arbeitsplätze zum Opfer fielen –, den reinen Konzerngewinn im Quartal um 13,5 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro anzuheben.
Die nackten Absatzzahlen offenbaren jedoch die tiefe Strukturkrise: Im extrem wichtigen Hauptgeschäftsfeld Cars brach der operative Gewinn um 26 Prozent ein.
Vor allem auf dem chinesischen Markt verzeichnete Mercedes einen drastischen Absatzeinbruch von 30 Prozent, was den Vorstand dazu veranlasste, die Absatzprognose für das Gesamtjahr nach unten zu korrigieren.
Die aktuellen Quartalsmeldungen dieser Woche beweisen unmissverständlich, dass die fetten Jahre der deutschen Automobilindustrie vorbei sind.
Das alte Erfolgsmodell, mit hochentwickelten Verbrennungsmotoren die Kassen im asiatischen Raum zu füllen, funktioniert gegen die billigere, softwaregetriebene Konkurrenz aus China nicht mehr.
Für Zulieferer, Dienstleister und die hunderttausenden Beschäftigten in der deutschen Autoregionen beginnt ein ungemütlicher Herbst.
Nur wer seine Kostenstrukturen jetzt maximal flexibel aufstellt und sich auf anhaltende makroökonomische Schocks vorbereitet, wird diesen historischen Strukturwandel wirtschaftlich überstehen.
Schützen Sie Ihr Unternehmen vor den Dominoeffekten der Industrie-Krise.